LKW-Fahrer Jobs in Bremen
Bremen ist ein Stadtstaat mit zwei Hafenstandorten: Bremen und Bremerhaven. Die bremischen Häfen erzielten 2025 einen seeseitigen Güterumschlag von 65,3 Millionen Tonnen und damit 5,4 Prozent mehr als im Jahr davor — das Wachstum kam allerdings aus Bremerhaven, während der Umschlag in Bremen-Stadt um 13 Prozent zurückging (Pressestelle des Senats, Mitteilung vom 5. März 2026). Im Stadtgebiet liegt dazu das Güterverkehrszentrum Bremen mit 475 Hektar Fläche und einem eigenen Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr.
Offene Stellen in Bremen
Keine Stellen gefunden
Versuchen Sie es mit weniger Filtern oder einem anderen Suchbegriff.
Was Fahrer in Bremen verdienen
Für Bremen gibt es amtliche Verdienstzahlen, aber keine nur für Lkw-Fahrer. Das Statistische Landesamt Bremen hat für den Erhebungsmonat April 2025 zwei Auswertungen veröffentlicht: eine nach Berufen, eine nach Wirtschaftszweigen. Beide gelten für Vollzeitbeschäftigte im Land Bremen und sind brutto.
Nach Berufen wertet der Bericht die Berufshauptgruppe 52 „Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten“ aus. Für Vollzeitbeschäftigte, brutto und ohne Sonderzahlungen, steht dort für April 2025:
- Bruttomonatsverdienst: Median 3.067 Euro, arithmetisches Mittel 3.461 Euro
- Bruttostundenverdienst: Median 17,30 Euro, arithmetisches Mittel 19,77 Euro
Wichtig zur Bezugsgröße: Diese Berufshauptgruppe umfasst alle Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten, also auch Schienen-, Schiffs- und Luftfahrzeugführung sowie Flurförderzeuge. Ein Lkw-Fahrerverdienst für Bremen ist die Zahl nicht. Median und arithmetisches Mittel sind zwei verschiedene Werte. Weihnachts- und Urlaubsgeld sind nicht enthalten, Spesen und Auslösen kommen in dem Bericht nicht vor.
Die zweite Auswertung geht nach Wirtschaftszweig, hier H49 „Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen“. Das sind arithmetische Durchschnitte, keine Mediane, ebenfalls für Vollzeitbeschäftigte im Land Bremen im April 2025: 39,8 Stunden bezahlte Wochenarbeitszeit, 21,66 Euro Bruttostundenverdienst ohne und 25,91 Euro mit Sonderzahlungen, 3.742 Euro Bruttomonatsverdienst ohne und 4.476 Euro mit Sonderzahlungen. Die Sonderzahlungen weist der Bericht mit 734 Euro aus.
Auch H49 ist keine Fahrerstatistik: Der Wirtschaftszweig deckt den gesamten Landverkehr ab, neben dem Güterkraftverkehr also auch Eisenbahn, Bus und Taxi. Dass hier 21,66 Euro stehen und in der Berufsauswertung 17,30 Euro, ist kein Widerspruch, sondern die Folge zweier Grundgesamtheiten und zweier Rechenwege: einmal ein Durchschnitt über eine Branche, einmal der Median über eine Berufsgruppe.
Einen öffentlich einsehbaren Lohntarifvertrag für Güterkraftverkehr oder Speditionsgewerbe im Land Bremen konnte für diese Seite niemand belegen. Der Abschluss, den ver.di im Oktober 2025 für das Speditions- und Logistikgewerbe gemeldet hat, gilt nach dieser Mitteilung für Niedersachsen und läuft dort bis zum 30. September 2027 — ob er auch für Bremen gilt, ist nicht belegt: die Mitteilung nennt nur Niedersachsen. Seine Prozentsätze stehen deshalb nicht auf dieser Seite. Frag im Gespräch, ob der Betrieb tarifgebunden ist; was er zahlt, steht in der Anzeige.
Logistik in Bremen und Bremerhaven
Die beiden Hafenstandorte des Stadtstaats entwickeln sich unterschiedlich. Die Pressestelle des Senats meldete am 5. März 2026 für das Jahr 2025 einen seeseitigen Güterumschlag der bremischen Häfen von 65,3 Millionen Tonnen, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum kam aus Bremerhaven: dort 9,3 Prozent mehr und damit nahezu 56 Millionen Tonnen. In Bremen-Stadt ging der Umschlag wegen rückläufiger Massengutmengen um 13 Prozent auf 9,3 Millionen Tonnen zurück. Der Containerumschlag stieg um über 10 Prozent auf 4,9 Millionen TEU, der Automobilumschlag blieb mit 1,25 Millionen Fahrzeugen nahezu konstant.
Für Bremerhaven nennt die landeseigene Hafengesellschaft bremenports auf einer Standortseite ohne Datum ein Container-Terminal an der Stromkaje mit 4.930 Metern Kajenlänge, rund 2,9 Millionen Quadratmetern Fläche, 14 Liegeplätzen für Großcontainerschiffe und 41 Containerbrücken. Dazu das Auto-Terminal mit 240 Hektar, die Frucht-Terminals im Kaiserhafen und der Fischereihafen mit 465 Hektar Gewerbefläche und 7.000 Metern Kaje.
Im Stadtgebiet führt dieselbe Hafengesellschaft den Neustädter Hafen mit 2.400 Metern Kajenlänge, 260.000 Quadratmetern Hallen- und 800.000 Quadratmetern Freilagerfläche und rund 1,5 Millionen Tonnen Umschlag im Jahr auf; umgeschlagen werden Breakbulk, Projektladung, Stahl, Forstprodukte, Container und Schwergüter bis 650 Tonnen. Der Industriehafen kommt auf 6.250 Meter Kaje und rund 4.000 Beschäftigte, Holz- und Fabrikenhafen und Getreidehafen auf je 3.330 Meter.
Der Arbeitsmarkt für Fahrer
Eine Größenordnung nennt die Handelskammer Bremen: Für den Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ führt sie rund 38.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf, davon rund 29.700 in Bremen und 8.700 in Bremerhaven, und schreibt: „Dies entspricht in etwa 11 Prozent der Gesamtbeschäftigung im Land Bremen.“ Die Seite nennt weder Stichtag noch Datenquelle: eine undatierte Angabe der Kammer, kein Wert für heute. Sie umfasst den ganzen Abschnitt Verkehr und Lagerei, also auch Lager, Umschlag und Verwaltung, nicht nur Fahrpersonal.
Das Hafenentwicklungskonzept bremische Häfen (HEK 2035) des Landes Bremen, ein Dokument von 2022, nennt zwei ältere Werte: „Die bremischen Häfen sicherten im Jahr 2019 im Bundesland Bremen insgesamt rd. 39.000 Arbeitsplätze.“ Für 2020 heißt es: „Die direkt hafenbezogene Beschäftigung ging um rd. 3,3 Prozent auf rd. 31.800 Arbeitsplätze zurück.“ Das sind die Datenjahre 2019 und 2020, keine heutige Größe.
Neuer ist eine Blitzumfrage der Bremischen Hafen- und Logistikvertretung unter 55 Unternehmen, über die das Magazin der Handelskammer Bremen im Juli 2025 berichtete: 36 Prozent der Betriebe planten Personalaufbau, 55 Prozent wollten die Belegschaft konstant halten, 9 Prozent dachten über Stellenabbau nach. Diese Umfrage ist keine repräsentative Statistik, und sie fragt nach Personal insgesamt, nicht nach Fahrern.
Eine belegbare Zahl zu offenen Fahrerstellen, zum Fahrermangel oder zur Altersstruktur der Berufskraftfahrer speziell für Bremen liegt für diese Seite nicht vor — dann steht hier lieber nichts als eine geschätzte Zahl.
Straße und Schiene im Hinterland
Wer in Bremerhaven ins Hinterland fährt, teilt sich die Ladung mit der Bahn. Im Container-Hinterlandverkehr des Hafens lag der Modal Split 2021 bei 47,6 Prozent Straße, 48,3 Prozent Schiene und 4,1 Prozent Binnenwasserstraße. Das Hafenentwicklungskonzept bremische Häfen formulierte dazu im Jahr 2022: „Heute erreichen bzw. verlassen etwa 50 Prozent aller im Hinterlandverkehr transportierten Container Bremerhaven per Eisenbahn, bei den Fahrzeugen liegt der Anteil noch höher.“ Das ist der Stand 2022 mit Zahlen von 2021.
Das Netz dahinter beschreibt dasselbe Dokument: Die Bremische Hafeneisenbahn hatte 2022 eine Gleislänge von 200 Kilometern mit Bahnhöfen in Bremerhaven, Bremen Grolland und Bremen Inlandshafen. Über die Industriestammgleise Güterverkehrszentrum und Hemelingen sind das GVZ Bremen und der Gewerbepark Hansalinie in Bremen-Hemelingen an das überregionale Schienennetz angebunden.
Auf der Straßenseite steht das Güterverkehrszentrum (GVZ) Bremen in Bremen-Strom/Grolland. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen gibt dafür in einem Steckbrief ohne Datum 475 Hektar brutto, rund 160 Unternehmen, rund 1,3 Millionen Quadratmeter Hallenfläche und ein integriertes Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr an; Feederdienste laufen laut Steckbrief über den Neustädter Hafen. Die Autobahnanbindung dieses Standorts — nicht die aller Routen im Land — beschreibt der Steckbrief wörtlich mit „A1 Osnabrück/Hamburg über A281; A27 Bremerhaven/Hannover; A28 Oldenburg/Emden/Leer/Niederlande; A29 Wilhelmshaven“.
Eine Auslandsgrenze hat Bremen nicht. Zu Lkw-Parkplätzen, Stauschwerpunkten, Slotregeln der Terminals und zum Stand der A281-Weserquerung liegt hier keine geprüfte Quelle vor — dazu steht deshalb nichts.
Verdienstangaben: Statistisches Landesamt Bremen, Statistischer Bericht N I 2 j2025 „Verdiensterhebung im Land Bremen: Bruttostunden- und Bruttomonatsverdienste 2025“, Erhebung 04/2025 (Tabellen 2, 3, 4 und 5; Werte in der amtlichen Excel-Fassung geprüft; statistik.bremen.de, abgerufen 08.09.2026) — Vollzeitbeschäftigte im Land Bremen, brutto, Stichmonat April 2025; Berufshauptgruppe 52 „Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten“ (KldB 2010) ohne Sonderzahlungen, Wirtschaftszweig H49 „Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen“ jeweils mit und ohne Sonderzahlungen. Beide Gruppen sind breiter als der Güterkraftverkehr: die Berufshauptgruppe 52 umfasst auch Schienen-, Schiffs- und Luftfahrzeugführung sowie Flurförderzeuge, der Wirtschaftszweig H49 auch Eisenbahn-, Bus- und Taxiverkehr. Es sind keine Lkw-Fahrergehälter. Spesen und Auslösen werden in dem Bericht nicht erwähnt; die Abgrenzung des Anforderungsniveaus definiert er nicht selbst, sondern verweist dafür auf den Qualitätsbericht des Statistischen Bundesamtes. Ein eigener, öffentlich einsehbarer Lohntarifvertrag für Güterkraftverkehr oder Speditionsgewerbe im Land Bremen ist nicht belegbar; der von ver.di am 10.10.2025 gemeldete Abschluss für das Speditions- und Logistikgewerbe gilt nach dieser Mitteilung für Niedersachsen (Laufzeit bis 30.09.2027); ob er auch für Bremen gilt, sagt die Mitteilung nicht. Umschlagzahlen 2025: Pressestelle des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Mitteilung „Bremische Häfen mit 5,4 Prozent Umschlagswachstum“ vom 05.03.2026 (Datenjahr 2025). Hafen- und Terminalangaben: bremenports GmbH & Co. KG, Standortseiten „Bremerhaven“ und „Bremen“ (Unternehmensangaben der landeseigenen Hafengesellschaft, Seiten ohne Stand, abgerufen 08.09.2026). GVZ Bremen: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Gewerbeflächen-Steckbrief „GVZ Bremen“ (Seite ohne Stand, abgerufen 08.09.2026). Beschäftigtenzahl Verkehr und Lagerei: Handelskammer Bremen — IHK für Bremen und Bremerhaven, Seite „Verkehrs- und Logistikwirtschaft in Zahlen“ (Seite ohne Stichtag und ohne Datenquelle, abgerufen 08.09.2026). Modal Split 2021, Hafeneisenbahn und Beschäftigungseffekte 2019/2020: Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Hafenentwicklungskonzept bremische Häfen (HEK 2035), Dokument vom 20.09.2022, dort für die Beschäftigungseffekte unter Berufung auf das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Bremen 2021. Personalplanung: Blitzumfrage der Bremischen Hafen- und Logistikvertretung (BHV) unter 55 Unternehmen, wiedergegeben im Magazin der Handelskammer Bremen (WIBB), Juli 2025.