LKW-Fahrer Jobs in Bayern
Bayern liegt nach dem Güterverkehrskonzept des bayerischen Verkehrsministeriums (Stand Januar 2024) mitten in Europa: „Sowohl in der Ost-West Richtung als auch vor allem auf der Nord-Süd Achse über die Alpen queren uns viele Routen.“ Der Freistaat hat 24 Häfen, sechs davon betreibt er selbst — in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau — und mit 6.427 Kilometern das längste Schienennetz aller Bundesländer. Auf der Straße kommen 41.877 Kilometer überörtliche Straßen zusammen, darunter rund 2.550 Kilometer Bundesautobahnen (Stand 2023/2024).
Offene Stellen in Bayern
LKW Fahrer-(m/w/d) im Nahverkehr Raum Regensburg
Viehwagenfahrer (m/w/d)
Food Kurier (m/w/d) in München gesucht (mini / midi- Job)
Kraftfahrer (m/w/d) CE Regionalverkehr - Ansbach
Was Du in Bayern verdienst
Für Bayern gibt es eine amtliche Verdienstzahl, die der Fahrertätigkeit nahekommt. Nach der Verdiensterhebung im Statistischen Jahrbuch für Bayern 2025 verdienten Vollzeitbeschäftigte in der Gruppe „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“ im Berichtsmonat April 2024 durchschnittlich 3.295 Euro brutto im Monat beziehungsweise 17,94 Euro brutto je Stunde (Bayerisches Landesamt für Statistik); bei Männern 3.304 Euro, bei Frauen 2.994 Euro.
Dazu gehören drei Einschränkungen: Die Zahl gilt für Vollzeitbeschäftigte, sie ist ohne Sonderzahlungen gerechnet, und die Gruppe ist in der Quelle nicht nach Lkw-, Bus- und Taxiverkehr getrennt — ein reines Lkw-Fahrer-Gehalt ist sie damit nicht. Spesen, Auslösen und Übernachtungsgelder weist die Erhebung nicht aus.
Zum Vergleich, aus derselben Tabelle und demselben Monat: In der Gruppe „Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag“ standen 3.202 Euro im Monat bei 19,04 Euro je Stunde — der Monatsbetrag also niedriger, der Stundensatz höher. Frag deshalb nach der vereinbarten Wochenarbeitszeit, bevor Du Monatslöhne vergleichst.
Für die bayerische Speditions- und Logistikbranche gibt es außerdem ein Tarifergebnis, verhandelt am 17. Februar 2025 und von ver.di Bayern am 19. Februar 2025 veröffentlicht, für rund 100.000 Beschäftigte der Branche:
- 3,8 Prozent mehr rückwirkend zum 1. Januar 2025
- 40 Euro mehr Betriebszugehörigkeitszulage zum 1. März 2025; welche Betriebszugehörigkeit dafür nötig ist, nennt die Meldung nicht
- 169 Euro Einmalzahlung zum 1. Juli 2025
- 3,5 Prozent mehr zum 1. Januar 2026
- Auszubildende je 60 Euro mehr zum 1. Januar 2025 und zum 1. Januar 2026
- Ausbildungszeiten zählen ab 1. März 2025 bei der Einstufung in die Gehaltstabelle mit
Wichtig: Das sind prozentuale Erhöhungen und Zulagen für tarifgebundene Betriebe, brutto und ohne Spesen. Absolute Euro-Beträge je Entgeltgruppe oder einen Stundenlohn für Kraftfahrer nennt die Meldung nicht, und sie unterscheidet nicht nach Berufsgruppen — die Regelungen gelten laut Quelle für alle Beschäftigten der Branche. Öffentliche Lohntabellen für Bayern haben wir nicht gefunden. Die Laufzeit beträgt 24 Monate bis zum 30. November 2026, und ein Verhandlungsergebnis ist noch kein ratifizierter Tarifvertrag. Ohne Tarifbindung kannst Du darüber oder darunter liegen — was gezahlt wird, steht in der Anzeige.
Logistik in Bayern
Die sechs Hafenstandorte des Freistaats haben 2025 zusammen 8,37 Millionen Tonnen per Schiff und Bahn umgeschlagen, 2,5 Prozent mehr als im Jahr davor, dazu 478.680 TEU im Kombinierten Verkehr. Die Tonnage umfasst nur Schiff und Bahn, der Lkw-Umschlag steckt nicht darin (bayernhafen GmbH & Co. KG, Meldung vom 26. Februar 2026 über das Berichtsjahr 2025).
Der Standort Nürnberg hat nach Angaben des Hafens über 300 Hektar Fläche, mehr als 200 ansässige Unternehmen und 54 Kilometer Gleis für Züge bis 700 Meter Länge, angebunden an Binnenschiff, Bahn und Lkw. Das Terminal des Kombinierten Verkehrs betreibt dort die TriCon Container-Terminal Nürnberg GmbH. Anfang 2026 hat im laufenden Betrieb der Einbau von drei neuen Krananlagen begonnen, die die Kranleistung um rund 20 Prozent erhöhen sollen (Standortseite, abgerufen am 8. September 2026).
Für den Kombinierten Verkehr auf der Schiene nennt das Verkehrsministerium 15 Terminals in Bayern, fünf weitere sind geplant oder im Bau: Regensburg-Burgweinting, Straubing-Sand, Augsburg Gersthofen, München Nord und Interfranken. Vom Schienennetz des Landes sind 54 Prozent der Strecken eingleisig und 49 Prozent nicht elektrifiziert (Güterverkehrskonzept Bayern, Stand Januar 2024).
Luftfracht konzentriert sich auf München: Der Flughafen hat 2025 339.671 Tonnen gewerbliche Luftfracht abgewickelt, davon 89 Prozent als Beiladefracht in Passagiermaschinen. „Trucking“ — die Zu- und Abbringung von Luftfracht per Lkw im regelmäßigen Verkehr und ad hoc — führt der Flughafen als eigene Kategorie. Die beiden anderen bayerischen Verkehrsflughäfen fallen im Frachtvergleich desselben Jahresberichts kaum ins Gewicht: Nürnberg 3.478 Tonnen im Jahr 2025, Memmingen null Tonnen.
Das längste Autobahn-Teilnetz liegt in Oberbayern mit 641 Kilometern, danach kommen Mittelfranken mit 356 und Unterfranken mit 353 Kilometern; am kürzesten ist es in Niederbayern mit 240 (Stand 2023/2024). Zugelassen waren in Bayern zum 1. Januar 2025 607.223 Lastkraftwagen — die Fahrzeugart insgesamt, ohne Abgrenzung nach Gewichtsklasse.
Der Arbeitsmarkt für Fahrer
Zur Größe des Bereichs gibt es Strukturdaten für 2023: Im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ waren in Bayern zum 30. September 2023 rund 302.000 tätige Personen beschäftigt, auf die Abteilung „Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen“ — dort ist der Güterkraftverkehr eingeordnet, sie umfasst aber auch Eisenbahn- und Personenlandverkehr — entfielen davon rund 130.700. Beides sind gerundete, hochgerechnete Ergebnisse einer Stichprobenerhebung. Eine Zahl allein für Lkw-Fahrer in Bayern steht dort nicht.
Zum Fahrermangel gibt es keine bayerische Zahl, die wir belegen könnten. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr schreibt in seinem Güterverkehrskonzept (Stand Januar 2024) bundesweit: „In Deutschland fehlen daher unter anderem in etwa 60.000 - 80.000 Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer. Aufgrund des hohen Alters der aktuellen Fahrer steigt diese Zahl weiter an.“ Das gilt für ganz Deutschland und hat den Stand Januar 2024. Eine Zahl offener Fahrerstellen in Bayern oder ein Durchschnittsalter der Fahrer im Freistaat liegt uns nicht in belegbarer Form vor.
An den sechs Hafenstandorten sind nach Angaben von bayernhafen rund 400 Unternehmen ansässig, die zusammen fast 16.000 Menschen beschäftigen; am Standort Nürnberg arbeiten täglich mehr als 6.700 Menschen. Das sind Unternehmensangaben über alle Berufe dort, keine Fahrerzahlen.
Transit, Brenner und Stellplätze
Bayern ist Transitland, mit den Worten des Verkehrsministeriums im Güterverkehrskonzept von Januar 2024: „In der Mitte Europas gelegen, führen viele Verbindungen durch den Freistaat. Sowohl in der Ost-West Richtung als auch vor allem auf der Nord-Süd Achse über die Alpen queren uns viele Routen.“ Den Brenner-Korridor nennt dasselbe Papier den wichtigsten Übergang über die Alpen und hält fest, dass dieser „wegen der begrenzten Infrastruktur und den Maßnahmen Tirols regelmäßig für kurze Zeiten überlastet“ ist. Wie die Lage dort heute ist, sagt ein Papier von Januar 2024 nicht: Konkrete Fahrverbote, Abfertigungstermine oder Buchungspflichten in Tirol können wir hier nicht mit einer prüfbaren Quelle belegen und nennen sie deshalb nicht.
Beim Parken ist die Lage knapp. Das Ministerium beziffert im selben Konzept ein Defizit von rund 4.000 Lkw-Stellplätzen in unmittelbarer Umgebung von Straßen und belegt das mit einer Erhebung von 2018: 15.138 Stellplätzen standen damals 19.122 abgestellte Fahrzeuge pro Nacht gegenüber. Den Ausbau der Rast- und Parkmöglichkeiten entlang der Autobahnen bezeichnet das Konzept als erforderlich. Ein heutiger Stand ist das nicht — die Erhebung ist von 2018, das Papier von Januar 2024.
Verdienste: Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistisches Jahrbuch für Bayern 2025, Kapitel „Löhne und Gehälter“, Ergebnisse der Verdiensterhebung, Berichtsmonat April 2024 — Grundgesamtheit sind vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Bayern, Bruttoverdienste ohne Sonderzahlungen; die Gruppe „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“ ist dort nicht nach Lkw-, Bus- oder Taxiverkehr getrennt, Spesen, Auslösen und Übernachtungsgelder weist die Erhebung nicht aus. Tarif: ver.di Bayern, Pressemitteilung „Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten der Bayerischen Speditions- und Logistikbranche erzielt“, verhandelt am 17.02.2025, veröffentlicht am 19.02.2025 — prozentuale Erhöhungen und Zulagen für rund 100.000 Beschäftigte der Branche in tarifgebundenen Betrieben, brutto, ohne Spesen und ohne absolute Euro-Beträge je Entgeltgruppe; Laufzeit 24 Monate bis 30.11.2026. Umschlag, Standorte und Beschäftigte an den Häfen: bayernhafen GmbH & Co. KG, Pressemitteilung vom 26.02.2026 (Berichtsjahr 2025) und Standortseite bayernhafen Nürnberg (abgerufen 08.09.2026) — Unternehmensangaben, keine amtliche Statistik; die Tonnage umfasst ausschließlich Schiff und Bahn. Netz, Terminals, Modal Split, Brenner und Stellplätze: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, „Güterverkehrskonzept Bayern“, Stand Januar 2024 — Modal Split mit Basisjahr 2019, Stellplatzerhebung von 2018. Luftfracht: Flughafen München GmbH, „Statistischer Jahresbericht 2025“, darin auch der Frachtvergleich der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Straßen, Lkw-Bestand und Strukturdaten: Bayerisches Landesamt für Statistik, Statistisches Jahrbuch für Bayern 2025, Kapitel „Verkehr und Dienstleistungen“ — Straßen Stand 1. Januar 2024 mit Autobahnwerten für 2023, Lkw-Bestand Stichtag 1. Januar 2025 (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt), Strukturdaten zu Verkehr und Lagerei für 2023 als hochgerechnete Ergebnisse einer Stichprobenerhebung.
Arbeitgeber in Bayern
Städte in Bayern
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