LKW-Fahrer Jobs in Nordrhein-Westfalen

In den Binnenhäfen Nordrhein-Westfalens wurden 2025 insgesamt 97,9 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, 75,0 Prozent davon am Rhein. Dazu kommen das KV-Terminal Köln-Eifeltor an der A4 und der Flughafen Köln/Bonn, über den 2025 95,7 Prozent der nordrhein-westfälischen Luftfracht liefen. Für die Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft gibt es in NRW einen eigenen regionalen Lohntarifvertrag — was er Dir bringt, hängt daran, ob Dein Betrieb tarifgebunden ist.

Offene Stellen in Nordrhein-Westfalen

Neu
Vollzeit

Kraftfahrer der Klasse C / CE (m/w/d)

Haan, Nordrhein-Westfalen
Besitz einer gültigen Fahrerkarte Führerscheinklasse C (LKW über 7,5 t) +1
Vollzeit

LKW-Fahrer (m/w/d) mit Leidenschaft zum Motorsport

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Kenntnisse in Ladungssicherung nach gesetzlichen Vorschriften Fahrzeugpflege und einfache Wartungsarbeiten +3
Vollzeit

Berufskraftfahrer (m/w/d) im Werkverkehr

Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen
Besitz einer gültigen Fahrerkarte Routenplanung und Navigation (auch mit GPS und Telematiksystemen) +2
Vollzeit

Kraftfahrer im Nahverkehr auf Absetzkipper gesucht (m/w/d)

Bornheim, Nordrhein-Westfalen
Besitz einer gültigen Fahrerkarte Bedienung digitaler Tachographen +6
Vollzeit

Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer (m/w/d) Nah-und Fernverkehr

Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen
Routenplanung und Navigation (auch mit GPS und Telematiksystemen) Kenntnisse im Umgang mit Gefahrgut (ADR-Schein) +2
Vollzeit

Kraftfahrer / LKW Fahrer (m/w/d) in Köln

Köln, Nordrhein-Westfalen
Kenntnisse in Ladungssicherung nach gesetzlichen Vorschriften Fahrzeugpflege und einfache Wartungsarbeiten +3
Vollzeit

LKW-Fahrer Berufskraftfahrer in der Abfallwirtschaft (m/w/d) in Köln

Köln, Nordrhein-Westfalen
Besitz einer gültigen Fahrerkarte Fahrzeugpflege und einfache Wartungsarbeiten +3
Vollzeit

Fahrer (m/w/d) der Geschäftsführung in Hürth

Hürth, Nordrhein-Westfalen
Führerscheinklasse B (Pkw) Führerscheinklasse C1 (LKW bis 7,5 t) +2
Vollzeit

Berufskraftfahrer / Kraftfahrer / Lkw-Fahrer (m/w/d) in Wuppertal

Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
Fahrzeugpflege und einfache Wartungsarbeiten Führerscheinklasse B (Pkw) +2

Was Du in Nordrhein-Westfalen nach Tarif verdienst

Für die Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft in Nordrhein-Westfalen gibt es einen eigenen regionalen Lohntarifvertrag, geschlossen am 2. Dezember 2021. Vertragsparteien sind drei Arbeitgeberverbände — darunter der Arbeitgeberverband Verkehrswirtschaft und Logistik des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. — und ver.di. Räumlich gilt der Vertrag für das Land Nordrhein-Westfalen.

Fahrer sind darin ausdrücklich eingruppiert. Lohngruppe 3 nennt als Richtbeispiel „Kraftfahrer“ für Tätigkeiten mit abgeschlossener einschlägiger Berufsausbildung. In Lohngruppe 4 kommst Du mit einer erfolgreich abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung als Berufskraftfahrer und anschließend zwei Jahren einschlägiger Fahrpraxis mit dem Führerschein CE — oder nach achtjähriger Fahrpraxis mit gleichwertigen Kenntnissen. Innerhalb der Gruppen steigt der Lohn mit Deiner Betriebszugehörigkeit; die höchste Stufe der Tabelle gilt ab dem elften Jahr.

Absolute Monats- und Stundenlöhne stehen hier bewusst nicht. Die einzige im Original geprüfte Lohntabelle hat den Stand 1. Januar 2024 und ist durch zwei Erhöhungen überholt. Belegt sind die Stufen aus dem Tarifabschluss vom April 2024:

  • 1. Oktober 2024: plus 5,7 Prozent auf die Entgelttabellen
  • 1. Oktober 2025: plus 4,3 Prozent, mindestens 120 €
  • 1. Oktober 2026: plus 4,0 Prozent, mindestens 120 € — diese Stufe steht noch aus (Stand dieser Seite: 8. September 2026)

Die Lohn- und Gehaltstarifverträge laufen bis zum 28. Februar 2027 und sind erstmals zu diesem Termin kündbar. Aus demselben Abschluss stammen zwei weitere Punkte: Die Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit steigen ab 2026 auf 75 beziehungsweise 125 Prozent, Urlaubsgeld kommt stufenweise bis 2028.

Wichtig: Tarifgebunden sind nach § 3 Tarifvertragsgesetz nur die Mitglieder der vertragschließenden Organisationen. Fährst Du bei einem Arbeitgeber ohne Tarifbindung, kannst Du darüber oder darunter liegen — der Tarifvertrag ist ein Anhaltspunkt, keine Zusage. Frag im Vorstellungsgespräch nach, ob Dein Betrieb tarifgebunden ist. Das gilt für jede Zahl und jede Kostenübernahme auf dieser Seite.

Umschlag an Rhein, Kanal und Flughafen

Der Landesbetrieb IT.NRW weist für das Jahr 2025 einen Güterumschlag von 97,9 Millionen Tonnen in den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen aus, 1,9 Prozent weniger als 2024. Verteilt hat sich das so: 75,0 Prozent aller Güter auf den Rhein, 23,3 Prozent auf das Westdeutsche Kanalgebiet, 1,7 Prozent auf den Mittellandkanal und 0,1 Prozent auf das Wesergebiet. Die größten Warengruppen waren Erze, Steine und Erden mit 25,9 Millionen Tonnen sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse mit 22,0 Millionen Tonnen.

Auf Gefahrgut entfielen 2025 in den NRW-Häfen 28,7 Millionen Tonnen, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 29,3 Prozent des gesamten Umschlagvolumens.

Den Duisburger Hafen betreibt die Duisburger Hafen AG (duisport). Die Gesellschaft bezeichnet sich in ihrer Presseinformation vom 7. Juli 2021 selbst als Eigentums- und Managementgesellschaft „des größten Binnenhafens der Welt“ — das ist die Formulierung des Betreibers, keine amtliche Einordnung.

Für den kombinierten Verkehr steht in Köln das DUSS-Terminal Köln-Eifeltor, Am Eifeltor 2, 50997 Köln. Nach Angaben des Betreibers hat es eine „direkte Autobahnanbindung an die A4, zwischen den Autobahnkreuzen Köln-Süd und Köln-West“; „an die 100 nationale und internationale KV-Züge pro Woche“ nutzen das Terminal, und der Betrieb läuft „nahezu rund um die Uhr“.

2025 wurden an den NRW-Flughäfen 867.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen, 0,1 Prozent weniger als 2024. Auf den Flughafen Köln/Bonn entfielen 830.000 Tonnen und damit 95,7 Prozent, auf Düsseldorf 37.000 Tonnen oder 4,3 Prozent.

Der Arbeitsmarkt für Fahrer

Eine belastbare Zahl offener Fahrerstellen allein für Nordrhein-Westfalen ist für diese Seite nicht belegt; die verbreiteten Zahlen zum Fahrermangel sind bundesweite Werte. NRW-spezifisch ist dagegen die politische Initiative. CDU und Grüne im Landtag Nordrhein-Westfalen haben im September 2025 einen gemeinsamen Antrag gegen den Fahrermangel im Güterverkehr eingebracht. Nach Angaben der beiden Fraktionen sind bundesweit rund 480.000 Personen als Lkw- oder Busfahrer tätig; bundesweit fehlen rund 70.000 Lkw-Fahrer und rund 7.700 Busfahrer.

Zum Alter nennt die VerkehrsRundschau am 12. September 2025, dort dem Statistischen Bundesamt zugeschrieben, ein Durchschnittsalter von über 50 Jahren; 39 Prozent der Lkw-Fahrer sind 55 Jahre oder älter. Auch das sind bundesweite Werte. Die beiden Fraktionen fordern kürzere Ausbildungszeiten, eine bessere Anerkennung ausländischer Führerscheine und bessere Bedingungen an den Rastanlagen.

Der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) gibt auf seiner Startseite an, dass sich 1.778 Logistik-Unternehmen in ihm organisieren und seine Mitglieder 180.000 Arbeitsplätze in NRW zur Verfügung stellen. Das sind Mitgliederangaben des Verbands ohne Stichtag, keine Beschäftigtenstatistik. Vertragspartei des Lohntarifvertrags ist außerdem nicht der Verband selbst, sondern der Arbeitgeberverband Verkehrswirtschaft und Logistik in ihm — aus der Mitgliederzahl lässt sich also nicht ablesen, wie viele Betriebe in NRW tarifgebunden sind.

Was der Tarifvertrag zu Führerschein, Weiterbildung und Bereitschaftszeit regelt

Im Lohntarifvertrag vom 2. Dezember 2021 stehen neben dem Lohn drei Kostenübernahmen. Alle drei hängen an derselben Bedingung: Du bist mehr als drei Jahre im Betrieb und hast eine der Klassen C1, C1E, C oder CE — und Dein Betrieb ist tarifgebunden. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, greifen die drei Punkte nicht.

  • Die fällige Gesundheitsuntersuchung zahlt der Arbeitgeber, wenn er den Betriebsarzt bestimmt.
  • Die Kosten für Umschreibung und Verlängerung von Fahrerlaubnis und Fahrerkarte trägt er ebenfalls.
  • Die Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) zahlt er, wenn er die Ausbildungsstätte bestimmen kann.

Unter denselben Voraussetzungen kommt ein Anspruch auf einen bezahlten Weiterbildungstag pro Jahr dazu.

Bei der Bereitschaftszeit lohnt genaues Lesen. Nach dem Vertrag kann vereinbart werden, dass Bereitschaftszeiten von bis zu durchschnittlich 8 Stunden pro Woche — im Schnitt über sechs Monate — nach einer eigenen Bereitschaftszeitvergütungstabelle bezahlt werden. Wird keine solche Vereinbarung getroffen, ist die Bereitschaftszeit wie Arbeitszeit zu vergüten. Die Pauschale ist damit kein Automatismus, und sie ist die für Dich schlechtere der beiden Varianten — ohne Vereinbarung zählt Bereitschaftszeit wie Arbeitszeit. Schau in Deinen Arbeitsvertrag, ob dort eine Bereitschaftsvereinbarung steht.

Für Auszubildende nennt der Abschluss vom April 2024 als monatliche Bruttovergütung ab dem 1. Oktober 2024 1.000 € im ersten, 1.100 € im zweiten und 1.200 € im dritten Ausbildungsjahr, dazu je 70 € mehr zum 1. Oktober 2025 und zum 1. Oktober 2026 — die Stufe zum Oktober 2026 steht noch aus. Für Berufskraftfahrer im dritten Ausbildungsjahr ist eine eigene, höhere Stufe von 1.350 € brutto vorgesehen; der Lohntarifvertrag von 2021 knüpft diese Sonderstufe an den Erwerb der Fahrerlaubnisklasse CE. Auch diese Beträge zahlt nur ein tarifgebundener Betrieb.

Tarifangaben: Lohntarifvertrag für die gewerblichen Arbeitnehmer in der Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft Nordrhein-Westfalen vom 02.12.2021 (ver.di-Tarifdokumentation Nr. 255277) sowie Tarifabschluss vom April 2024 mit den Erhöhungsstufen 2024 bis 2026 und Laufzeit bis 28.02.2027 (VerkehrsRundschau vom 30.04.2024, bestätigt durch ver.di-Tarifupdate 05/2025 vom 25.09.2025). Absolute Monats- und Stundenlöhne aus dem Tarif nennt diese Seite nicht: Die einzige im Original geprüfte Lohntabelle hat den Stand 01.01.2024 und ist durch die Erhöhungen vom 01.10.2024 und 01.10.2025 überholt. Ausgenommen sind die Ausbildungsvergütungen aus dem Abschluss vom April 2024, die im Text als Euro-Beträge stehen; die Bedingung „nach Erwerb der Fahrerlaubnisklasse CE“ für die Sonderstufe im dritten Ausbildungsjahr stammt aus dem Lohntarifvertrag vom 02.12.2021. Umschlag- und Luftfrachtzahlen: Landesbetrieb IT.NRW, Pressemitteilungen vom 24.03.2026 und 11.08.2026, jeweils Berichtsjahr 2025. Terminalangaben: DUSS Köln-Eifeltor, Seite ohne Datum, abgerufen am 08.09.2026. Selbstbezeichnung des Duisburger Hafens: Presseinformation der Duisburger Hafen AG vom 07.07.2021. Arbeitsmarktzahlen (480.000, 70.000, 7.700, 39 Prozent, Durchschnittsalter): VerkehrsRundschau vom 12.09.2025 über den Antrag von CDU und Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen, Altersangaben dort dem Statistischen Bundesamt zugeschrieben — sämtliche Werte bundesweit, nicht NRW-spezifisch. Verbandszahlen: Selbstauskunft des VVWL, abgerufen am 08.09.2026.

Städte in Nordrhein-Westfalen

Häufige Fragen

Was verdient ein Kraftfahrer in Nordrhein-Westfalen nach Tarif?

Für die Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft in NRW gibt es einen eigenen Lohntarifvertrag. Dort ist „Kraftfahrer“ in Lohngruppe 3 eingruppiert, Berufskraftfahrer mit CE und anschließend zwei Jahren Fahrpraxis in Lohngruppe 4. Absolute Monats- und Stundenlöhne stehen hier nicht, weil die einzige im Original geprüfte Lohntabelle den Stand 1. Januar 2024 hat und überholt ist. Belegt sind die Erhöhungen der Entgelttabellen — plus 5,7 Prozent zum 1. Oktober 2024, plus 4,3 Prozent (mindestens 120 €) zum 1. Oktober 2025 und plus 4,0 Prozent (mindestens 120 €) zum 1. Oktober 2026, wobei die letzte Stufe noch aussteht. Die Lohn- und Gehaltstarifverträge laufen bis zum 28. Februar 2027. Das alles gilt nur, wenn Dein Betrieb tarifgebunden ist, also Mitglied einer der vertragschließenden Organisationen.

Zahlt der Arbeitgeber in NRW meine Weiterbildung und die Fahrerkarte?

Der NRW-Lohntarifvertrag vom 2. Dezember 2021 regelt das, aber nur unter drei Voraussetzungen: Dein Betrieb ist tarifgebunden, Du bist mehr als drei Jahre dort und hast eine der Klassen C1, C1E, C oder CE. Dann trägt der Arbeitgeber die Kosten für Umschreibung und Verlängerung von Fahrerlaubnis und Fahrerkarte, die fällige Gesundheitsuntersuchung, wenn er den Betriebsarzt bestimmt, und die Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG), wenn er die Ausbildungsstätte bestimmen kann. Unter denselben Voraussetzungen — mehr als drei Jahre im Betrieb, Klasse C1, C1E, C oder CE, tarifgebundener Arbeitgeber — kommt ein Anspruch auf einen bezahlten Weiterbildungstag pro Jahr dazu.

Wo wird in Nordrhein-Westfalen umgeschlagen?

2025 gingen 75,0 Prozent des Binnenhafen-Umschlags über den Rhein und 23,3 Prozent über das Westdeutsche Kanalgebiet, insgesamt 97,9 Millionen Tonnen. Im kombinierten Verkehr liegt das DUSS-Terminal Köln-Eifeltor, Am Eifeltor 2 in 50997 Köln, nach Angaben des Betreibers direkt an der A4 zwischen den Autobahnkreuzen Köln-Süd und Köln-West; „an die 100 nationale und internationale KV-Züge pro Woche“ nutzen das Terminal. Von den 867.000 Tonnen Luftfracht des Landes wurden 2025 830.000 Tonnen am Flughafen Köln/Bonn umgeschlagen.
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