LKW-Fahrer Jobs in Sachsen
Sachsen ist Transitland: Das Hauptgüteraufkommen auf der Straße läuft nach der Landesstudie zur Logistikwirtschaft über wenige Grenzübergänge — Ludwigsdorf auf der BAB 4 Richtung Polen und Breitenau auf der BAB 17 Richtung Tschechien. Umgeschlagen wird am Flughafen Leipzig/Halle bei Schkeuditz — rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht im Jahr 2024 — und in den drei Elbehäfen Dresden, Riesa und Torgau. Für Spedition und Güterverkehr gibt es einen eigenen Tarifvertrag von ver.di und dem Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes, dessen Stundensätze für Kraftfahrer seit dem 1. August 2026 gelten.
Offene Stellen in Sachsen
Kraftfahrer (m/w/d) Fernverkehr Klasse CE - Leipzig
Was Du in Sachsen verdienst
Für Spedition und Güterverkehr in Sachsen gibt es einen eigenen Entgelttarifvertrag von ver.di und dem Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes e. V. (Palaisplatz 4, 01097 Dresden). Er gilt ab dem 1. August 2025 und ist erstmals zum 30. September 2027 kündbar. Kraftfahrer im Güterkraftverkehr stehen in der Entgeltgruppe 3, der Ecklohngruppe; „Kraftfahrer im Güterkraftverkehr“ ist dort das Tätigkeitsbeispiel. Seit dem 1. August 2026 gilt für diese Gruppe:
- ab dem 1. Berufsjahr 15,73 Euro pro Stunde
- ab dem 3. Berufsjahr 16,00 Euro pro Stunde — das ist der Ecklohn
- ab dem 5. Berufsjahr 16,28 Euro pro Stunde
Wichtig: Das sind tarifliche Bruttostundenlöhne ohne Spesen, Verpflegungspauschalen und Übernachtungsgeld, ohne Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge und ohne die separat ausgewiesene Jahressonderzahlung. Sie gelten nur für tarifgebundene Betriebe und nur im Tarifbereich Spedition/Güterverkehr, also für Speditionen, Güterverkehr mit Kraftfahrzeugen, Güterverkehrszentren, Schwerlast und Autokrane. Ein sächsischer Durchschnittsverdienst ist das nicht und ein Mindestlohn für alle auch nicht. Quelle ist der Tarifdaten-Auszug des ZEFAS (Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit, Chemnitz), Stand 15. Dezember 2025; ZEFAS schreibt dazu selbst: „Eine Gewähr für Aktualität als auch inhaltliche Richtigkeit kann nicht übernommen werden.“
Die tarifliche Regelarbeitszeit liegt bei 169 Stunden im Monat; rechnerisch ergeben Ecklohn und Regelarbeitszeit 2.704 Euro brutto im Monat — so steht die Zahl in keiner Quelle, sie ist aus zwei Angaben desselben Auszugs gerechnet. Dazu kommt in tarifgebundenen Betrieben eine Jahressonderzahlung: 2.000 Euro brutto für 2026, 2.200 Euro ab 2027.
Zur Arbeitszeit meldete ver.di am 28. Oktober 2025 eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden ab dem 1. Dezember 2025 bei vollem Lohnausgleich — nach Belegstand nur für diesen Tarifbereich, nicht für die Logistik in Sachsen allgemein. Die nächste Lohnstufe steht im Auszug schon drin: ab dem 1. August 2027 sind es 16,23 / 16,52 / 16,80 Euro pro Stunde. Was in Deinem Job gezahlt wird, steht in der Anzeige.
Logistik in Sachsen
Am Flughafen Leipzig/Halle bei Schkeuditz, dessen Gelände auf sächsischem und sachsen-anhaltischem Gebiet liegt, wurden 2024 rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen — Wert für den gesamten Flughafen und auf Vorjahresniveau (VerkehrsRundschau, 16. Januar 2025); für 2024 gilt er dort als fünftgrößtes Luftfrachtdrehkreuz Europas. Für das DHL-Drehkreuz auf dem Gelände — nicht für den ganzen Flughafen — gibt die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH mehr als 6.000 Mitarbeiter, im Durchschnitt mehr als 2.000 Tonnen Frachtgut täglich und 23.600 Flugbewegungen im Jahr an, bei Betrieb „24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr“ (Seite ohne Datum, abgerufen am 8. September 2026).
Sachsen hat drei Elbehäfen der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO): den Alberthafen Dresden-Friedrichstadt, Riesa und Torgau. Für 2024 meldete die SBO über LOGISTIK HEUTE (13. Februar 2025) einen Gesamtumschlag von 2,65 Millionen Tonnen, 1,5 Prozent weniger als 2023: Auf den Lkw entfielen rund 1,34 Millionen Tonnen, 173.000 Tonnen weniger als im Jahr davor, nur die Schiene legte auf 1,21 Millionen Tonnen zu (plus 27 Prozent). SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff sagte dazu: „Wir befinden uns momentan in Krisenzeiten.“
Konkret für die Anfahrt: Der Hafen Riesa (Paul-Greifzu-Straße 8a, 01591 Riesa) ist nach eigenen Angaben trimodal, hat „unmittelbare Anbindung an die Bundesstraßen B 6 und B 69“ und Anschluss an das Kernnetz der DB AG, Krane bis 50 Tonnen Tragfähigkeit im Tandembetrieb, eine temperaturgeführte Containerservicehalle und eine öffentliche Lkw-Waage (Unternehmensangaben ohne Datum, abgerufen am 8. September 2026).
Im Kombinierten Verkehr weist die Landesstudie zur Logistikwirtschaft für das DUSS-Terminal im Güterverkehrszentrum Leipzig-Wahren 170.000 TEU im Jahr aus (Stand 2018). Vier Räume mit hoher Logistikintensität führt dieselbe Studie nach dem Logistikatlas von Fraunhofer SCS (Stand 2017) auf: den Nordraum Leipzig, Glauchau/Meerane im Landkreis Zwickau, das Gebiet zwischen den Autobahndreiecken Nossen, Dresden-West und der BAB 14 im Landkreis Meißen sowie Radeburg/Ottendorf-Okrilla.
Der Arbeitsmarkt für Fahrer
Die Studie „Logistikwirtschaft im Freistaat Sachsen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (November 2019) zählt für 2018 fast 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der sächsischen Logistik und rund 170.000 Erwerbstätige einschließlich geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger; das waren 8,0 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des Landes, knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 8,6 Prozent. Das ist die gesamte Logistik mit Lager und Verwaltung, keine Zahl der Berufskraftfahrer, und der Stand ist 2018. Eine aktuelle Zahl speziell zu Berufskraftfahrern in Sachsen liegt für diese Seite nicht vor.
Im Vergleich der sächsischen Regionen Chemnitz, Dresden und Leipzig weist laut derselben Studie die Region Chemnitz die höchsten Logistik-Beschäftigtenzahlen auf — gemeint ist der Großraum, nicht die Stadt; unter den Städten und Gemeinden hat die Stadt Leipzig die meisten Logistikbeschäftigten.
Zum Fahrermangel sagt die Studie auf Basis ihrer Unternehmensbefragungen und Expertengespräche: „Der Fahrermangel im Straßengüterverkehr stellt in allen drei sächsischen Regionen (Leipzig, Dresden, Chemnitz) eine zentrale Herausforderung für die Logistikunternehmen dar.“ Die Fachkräftestrategie 2030 des Freistaates sieht keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Sachsen, hält aber fest, dass „in einigen Berufen, Branchen und Regionen - insbesondere auch bei Berufskraftfahrern - zunehmende Mangelsituationen und Engpässe vorhanden sind“.
Transit, Grenzübergänge und Schwergut
Sachsen ist Transitland. Das Hauptgüteraufkommen auf der Straße läuft laut derselben Studie über wenige Grenzübergänge: Ludwigsdorf auf der BAB 4 für Verkehre von und nach Polen und Breitenau auf der BAB 17 für Verkehre von und nach Tschechien. Das Aufkommen über diese beiden Grenzübergänge ist nach der Studie „in den letzten 14 Jahren etwa um den Faktor 4 gestiegen“ — die Zeitreihe der Studie endet 2018, gemeint ist also etwa 2004 bis 2018, nicht die Zeit bis heute.
Die BAB 4 nennt die Studie „neben den Autobahnverbindungen Warschau - Berlin und Prag - Nürnberg eine der bedeutendsten Ost-West-Tangenten nach Osteuropa“. Nach Westen führt sie Richtung Ruhrgebiet und weiter zu den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen; nach Osten bestand zum Studienstand seit 2016 eine durchgehende Autobahnverbindung von Sachsen über die BAB 4 und Südpolen (E 40 / A 4) bis zur ukrainischen Grenze.
Ein eigenes Thema ist der Schwerlastverkehr: „Typische Sondertransporte sind bspw. Trafos und Turbinen aus den Siemenswerken in Dresden und Görlitz“, schreibt die Studie; von Görlitz gehen sie demnach über den Hafen Dresden zum Hafen Hamburg.
Zu Parkplätzen, Rastanlagen und Stauschwerpunkten in Sachsen liegt keine belastbare Quelle vor — deshalb steht hier keine Zahl dazu.
Tarifangaben: ZEFAS - Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (Sachsen, Stadlerstr. 14, 09126 Chemnitz), Tarifdaten-Auszug „Verkehrsgewerbe: Bereich Spedition/Güterverkehr“, Stand 15.12.2025; verwendet ist durchgängig die Entgeltstufe mit Geltung ab 01.08.2026 (Entgeltgruppe 3 = Ecklohngruppe, Tätigkeitsbeispiel „Kraftfahrer im Güterkraftverkehr“). Tarifparteien: Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes e. V. (Palaisplatz 4, 01097 Dresden) und ver.di, Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen; Entgelttarifvertrag gültig ab 01.08.2025, erstmals kündbar zum 30.09.2027, nächste Stufe ab 01.08.2027. Alle Eurobeträge sind tarifliche BRUTTO-Stundenlöhne für TARIFGEBUNDENE Betriebe im Tarifbereich Spedition/Güterverkehr - ohne Spesen, Verpflegungspauschalen, Übernachtungsgeld, Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge und ohne die separat ausgewiesene Jahressonderzahlung; kein sächsischer Durchschnittsverdienst und kein Mindestlohn für alle. Die Stufen richten sich nach Berufsjahren (ab 1. / ab 3. / ab 5. Jahr), die monatliche tarifliche Regelarbeitszeit beträgt 169 Stunden; der genannte Monatsbetrag von 2.704 Euro ist rechnerisch aus Ecklohn und Regelarbeitszeit abgeleitet und steht so in keiner Quelle. ZEFAS selbst: „Der Tarifdaten-Auszug gibt einen informativen, auszugsweisen Überblick. Eine Gewähr für Aktualität als auch inhaltliche Richtigkeit kann nicht übernommen werden.“ Arbeitszeit und Abschluss: ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Pressemitteilung vom 28.10.2025 (Laufzeit des Abschlusses 26 Monate; 39-Stunden-Woche ab 01.12.2025 belegt nur für den Bereich Spedition/Güterverkehr). Beschäftigten- und Lohnniveauangaben sowie alle Infrastruktur- und Transitangaben: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (Herausgeber und Auftraggeber), Studie „Logistikwirtschaft im Freistaat Sachsen - Analysen, Herausforderungen, Potenziale“, November 2019, Datenstand überwiegend 2018 (Terminaldaten Tabelle 10: 2018) - diese Zahlen umfassen die gesamte Logistikwirtschaft mit Lager und Verwaltung, nicht speziell Berufskraftfahrer; die prognostizierte Lücke von rund 327.000 Erwerbsfähigen bis 2030 stammt aus der Fachkräftestrategie 2030 des Freistaates und ist ein Wert für alle Branchen Sachsens. Räume mit hoher Logistikintensität: Logistikatlas Fraunhofer SCS, Stand 2017, zitiert in derselben Studie. Luftfracht 2024 und Europa-Rang 2024: VerkehrsRundschau, 16.01.2025 (Wert für den gesamten Flughafen Leipzig/Halle). Kennzahlen des DHL-Drehkreuzes (mehr als 6.000 Mitarbeiter, mehr als 2.000 Tonnen täglich, 23.600 Flugbewegungen, Betrieb 24 Stunden an 365 Tagen) und Europastraßen: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, Seite „Lage & Logistik“ ohne Datumsangabe, abgerufen 08.09.2026. Umschlagzahlen 2024 der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe: LOGISTIK HEUTE, 13.02.2025, unter Zitat des SBO-Geschäftsführers. Ausstattung und Anschrift des Hafens Riesa: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Unternehmensseite ohne Datumsangabe, abgerufen 08.09.2026. Eine aktuelle Zahl speziell zu Beschäftigten, offenen Stellen oder Altersstruktur der Berufskraftfahrer in Sachsen liegt für diese Seite nicht vor; ebenso keine Quelle zu Lkw-Stellplätzen, Rastanlagen und Stauschwerpunkten.
Arbeitgeber in Sachsen
Städte in Sachsen
- Leipzig 1